Update Woche 18.-24.12.2023 · doch kein „Plan B“?

Zusammen gefasst sind wir in dieser Woche nur bedingt weiter gekommen, wir versuchen aber weiterhin, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten unsere Pläne in die Tat umzusetzen und haben da auch immer noch Ideen, wie uns das gelingen kann. Es bleibt somit weiter aktuell, dass wir überzeugt davon sind, dass unsere Chocolaterie öffnen wird, die Frage ist also nicht ob sondern wann.

Update Woche 18.-24.12.2023 · doch kein „Plan B“?

Wie ihr in unserem letzten Wochenupdate erfahren habt, war sich der Vermieter der geplanten Geschäftsräumlichkeiten doch nicht sicher, ob er an uns vermieten möchte und auch die Eröffnung eines Geschäftskontos war nicht möglich. Somit griffen wir darauf zurück, unseren „Plan B“ etwas genauer zu begutachten und zu planen. Dieser „Plan B“ sieht vor, ohne Verkaufsraum einen reinen Produktionsraum zu nutzen, ein bisher ungenutzter Raum auf Privatgrund würde dafür entsprechend umgebaut werden. 
In dieser Woche sollte es nun darum gehen, einerseits den „Plan B“ zu kalkulieren, andererseits aber auch die rechtlichen Voraussetzungen abzuklären. Uns war beispielsweise bewusst, dass die Raumhöhe mit rund 2,20cm rund 30cm niedriger wäre, als erforderlich, hofften aber auf eine Art Sondergenehmigung, da wir für diesen „Plan B“ nur zu zweit wären, und es -um es hier noch einmal zu verdeutlichen- nicht darum geht, eine Konditorei mit Öfen zu betreiben, sondern Schokolade im Wasserbad einzuschmelzen, mit Zutaten zu verfeinern und wieder fest werden zu lassen, was in solchen Räumlichkeiten mit Leichtigkeit ohne Gesundheitsgefährdung oder hygienischen Mängeln möglich wäre. Desweiteren waren wir in der Hoffnung, dass Güssing, welche schon seit Jahren über Abwanderung klagt, an Betriebsansiedlung insofern interessiert wäre, aktiv etwas dafür zu tun, z.B. sich für Sondergenehmigungen einzusetzen. Man darf sich hierbei auch vor Augen halten, dass -stünde die etwa gleich große geplante Räumlichkeit auf Rädern, so etwas nennt sich dann Foodtruck, dann wären wir sogar rund 20cm über der Mindestanforderung. Auch wenn manche von uns vielleicht denken mögen, wir seien naiv, so stirbt bekanntlich die Hoffnung zuletzt und ohne den Glauben an sich und das, was man will, wird das, was man möchte, langfristig scheitern. Es ist für den langfristigen Erfolg und die eigene Zufriedenheit wichtig, an sich zu glauben.

Am 20.12. erhielten wir dann die Rückmeldung bezüglich Betriebsanlage wie folgt: „Gemäß der Stellungnahme des Amtssachverständigen für Hochbau darf mitgeteilt werden, dass allein schon aufgrund der zu geringen Raumhöhe (2,18 m) eine Betriebsstättengenehmigung aus hochbautechnischer Sicht nicht möglich ist.

Man könnte hier raus lesen, dass selbst wenn wir die Deckenhöhe einhalten würde, es trotzdem nicht möglich wäre. Warum wissen wir nicht, wir sind ehrlich, dass wir kurz vor Weihnachten auch wenig Motivation hatten, jetzt nachzufragen. Die Antwort hatten wir befürchtet, aber trotzdem eine positive Nachricht erhofft.

Damit ihr ein wenig nachvollziehen könnt, was das Ganze bedeutet, haben wir hier Bilder hinterlegt, in welchem ihr unsere Räumlichkeiten aus dem damaligen Vereinsprojekt sehen könnt. Diese dort zu sehenden Räumlichkeiten dürfen als Verein genutzt werden, gewerblich hingegen ist das Arbeiten mit Schokolade dort nicht erlaubt. Auch wenn viele Leser und Zuhörer ein Problem damit haben, wenn wir Probleme ansprechen, so möchte ich an dieser Stelle kurz in den Raum werfen, dass mich nicht wundert, dass immer mehr Kleinbetriebe schließen. Mir ist bewusst, dass jeder nur seinen Job macht und sich an seine Auflagen hält, so wie auch wir uns daran halten möchten, aber genau diese strikte Einhaltung führte uns alle genau dorthin, wo wir gerade sind: Die Auflagen werden immer schlimmer, teils gar absurd und realitätsfern, immer mehr angehende Unternehmer brechen vor der Eröffnung ab, starten gar nicht erst oder schließen nach einiger Zeit wieder. Es wundert mich nicht, dass Banken demzufolge auch kein Interesse mehr haben, Kredite für Kleingewerbe zu vergeben, da das Risiko durchaus gegeben ist, dass als Folge der Auflagen man einen Betrieb nicht lange halten kann. Dabei ist nicht der jeweilige Unternehmer Schuld, sondern die immer schwierigeren Auflagen.

Der potenzielle Vermieter der gewünschten Geschäftsräume unseres „Plan A“ hat sich bis heute noch nicht, wie eigentlich angekündigt, zurück gemeldet, weder mit Absage, noch mit Zusage. Was es bedeuten mag, wissen wir nicht. Es kann eine stille Absage sein, es kann aber auch mit dem Weihnachtsstress zusammen hängen. Fakt ist aber, dass diese Warterei und Ungewissheit uns immer noch oder schon wieder emotional strapaziert.

Wir bekamen aber eine tolle Neuigkeit, dass wir von einem Bekannten einen sogenannten Wärmeschrank übernehmen können, und von einem anderen eine Kühlung, was wir sehr gut gebrauchen können und eine große Erleichterung ist, quasi ein besonders wertvolles Weihnachtsgeschenk.

Desweiteren ist diese Woche endlich mein Ausweis angekommen, sodass ich mich nun wieder richtig ausweisen kann, was für verschiedene geschäftliche Wege sehr wichtig ist. Ich berichtete von den Problemen im vorigen Wochenbericht.

Und zu guter letzt hatten wir einen erfolgreichen Termin beim Steuerberater, sodass auch dieser Schritt erledigt ist und seine geregelte Ordnung bekommt.

Zusammen gefasst sind wir in dieser Woche nur bedingt weiter gekommen, wir versuchen aber weiterhin, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten unsere Pläne in die Tat umzusetzen und haben da auch immer noch Ideen, wie uns das gelingen kann. Es bleibt somit weiter aktuell, dass wir überzeugt davon sind, dass unsere Chocolaterie öffnen wird, wir wissen nur nicht, wann.

Somit starten wir nun in die besinnliche Weihnachtszeit, ein wenig Ruhe von dem Trubel, Zeit mit der Familie und während der Rauhnächte freuen wir uns auf das neue, spannende und erfolgreiche Jahr.

Wir wünschen euch eine wundervolle Zeit mit euren Liebsten und auch, wer alleine durch die Feiertage geht oder diese nicht zelebriert, denen wünschen wir eine schöne, ruhige, angenehme Auszeit und viel Kraft und Gesundheit für die Zeit nach den Feiertagen.

Alles Liebe,
eure Ines und Norman

In diesen Räumlichkeiten wurde im Rahmen der Vereinstätigkeit für Vereinsmitglieder 2021-2023 mit Schokolade gewirkt. Selbe Räumlichkeiten bekämen in gewerblicher Tätigkeit keine Betriebsanlagengenehmigung. Im Uhudler Video könnt ihr einmal sehen, wie unsere Uhudler Schokolade entsteht, für dessen Prozess eine Deckenhöhe von min. 2,5 m vorgeschrieben sind, und in einem Imbisswagen hingegen min. 2,00m. Nochmal zum Vergleich; unsere Lebensmittel Tätigkeit bezieht sich auf das Einschmelzen, Temperieren und Veredeln von Schokoladen. Es ist so erschreckend und aus normalem Menschenverstand heraus absurd, um was es hier eigentlich geht. 

In diesem Video könnt ihr im ersten Abschnitt sehen, wie die Sibirischen Zedernüsse geentet werden. Im weiteren Verlauf ab min. 2:25 kommentieren und zeigen wir die Produktionsschritte unserer damaligen Vereinsschokolade, welche bei der konventionellen Produktion keine anderen Arbeitsschritte umfasst. 

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