Wir feiern Zweijähriges

Wir feiern Zweijähriges

Am 23. März sollte es soweit sein: Unser zweiter Firmengeburtstag stand an. Diesen Tag hatten wir bei MeinBezirk angekündigt, auf Facebook als Veranstaltung erstellt und die Kronenzeitung berichtete darüber.

Doch, wie bei Veranstaltungen üblich; wie viele Gäste, Interessierte und Kunden würden wir erwarten? Was bereiten wir vor? Welche Möglichkeiten und welche Grenzen haben wir? Doch während wir letztes Jahr gar keine Referenz hatten und keinen Mehrwert angeboten hatten, so konnten wir uns diesmal am Einjährigen orientieren. Zu diesem Tage waren alle Sitzplätze belegt und durchgehend hatten wir etwas zu tun. Wir bereiteten uns somit darauf vor, dass es ähnlich oder leicht weniger sein würde und starteten damit, ein paar neue Gläser zu kaufen, da diese erfahrungsgemäß ggf. doch recht knapp in der Menge sind. Aber auch Zutaten für Eis, Kaffee und Mehlspeisen wurden besorgt.

Da wir mit dem zweiten Geburtstag wieder die Eissaison starten wollten, machten wir an dem Sonntag unser hausgemachtes Eis für Kugeleis. Natürlich stand auch ein Frühjahrsputz an und wir dekorierten feierlich.


Wir nahmen uns vor, als Mehrwert zu jedem Heißgetränk einen gratis Muffin anzubieten, wahlweise Apfel-, Zitronen- oder in Schoko Sorte. Dazu machte ich ein paar Geburtstags-Schoko-Aufleger, die wir teils auf die Muffins legten, und den Rest zu Eisbechern servieren wollten.
Somit ging es in den frühen Morgenstunden ans Backen. Leider vergaß ich beim Apfelkuchen eine Zutat, sodass nur die anderen angeboten werden konnten. Aber das macht nichts, wir hatten ja noch unsere Zitronenrolle und gingen davon aus, dass all dies ausreichen sollte.
Auch den Teig für die warmen Waffeln bereitete ich noch vor.

Da die Chocolaterie zwar um 9:30 Uhr regulär öffnete, wir die "Veranstaltungen" jedoch erst ab 13 Uhr beworben hatten, konnten wir ganz gemütlich die restlichen Vorbereitungen erledigen. Frei von Stress und mit voller großer Erwartungen. 

Pünktlich zur Ladenöffnung kam eine Vertreterin der WKO vorbei, um uns zu gratulieren. Die freundliche Mitarbeiterin freute sich über den Tag und wünschte alles Gute. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle für diese Wertschätzung!
Auch ein ganz liebes Stammkundenpärchen war vormittags da, gratulierte uns und sie genossen ihren gewohnten Haushäferl Kaffee.
Doch, .... dann war gähnende Leere, bis 13 Uhr zählten wir nur vier Kunden. Wir wollen mit diesen Blogs ehrlich sein. Nichts schön reden, aber auch nichts verteufeln. Einfach die Tatsachen und unsere Gedanken mit euch teilen. Aber wie gesagt, da wir erst ab 13 Uhr offiziell in den Geburtstag starten wollten, nahmen wir die Ruhe am Vormittag nicht persönlich. Die Vormittage sind in der Regel ohnehin meist leerer als die Nachmittage.
Ich überzog derweilen das frische Obst mit Schokolade und bereitete das Softeis vor, welches dann um 13 Uhr fertig gefroren und somit bereit zur Ausgabe war. Doch, als bis 14 Uhr es immer noch recht ruhig war, kam ein enttäuschendes Gefühl über uns. Natürlich ist uns klar, dass wir jetzt keine mega Party anbieten und somit DER Anziehungspunkt sind und - im Vergleich zum letzten Jahr am Sonntag- ein Montag ein Arbeitstag ist, aber dass so rein gar nichts los war, stimmte uns dann doch traurig. Die meisten Kunden, die vor Ort waren, wussten gar nichts vom Geburtstag. Somit gab es nur sehr wenige, die tatsächlich gezielt an diesem Tage vorbei kamen, um zu gratulieren.

Ich beschloss somit, um 16 Uhr die Softeismaschine wieder "abzubauen". Da der Reinigungsaufwand sehr viel Zeit beansprucht und die einzigen Eis, die wir heute verkauften, auch noch sich als ärgerliches Missverständnis heraus stellte (die Kunden dachten, es sei wie der Muffin gratis), sahen wir keine Motivation keinen Grund, bis 17 Uhr zu warten. Falls doch jemand Eis wollen würde, haben wir ja weiterhin unsere Eisbecher.

Mit Ladenschluss durften wir dann insgesamt 14 Kunden zählen. Für einen üblichen Montag grenzwertig, aber durchaus in Ordnung, doch für unseren Geburtstag waren wir tatsächlich enttäuscht. Wir haben uns mehr Menschen, Stammkunden und vielleicht auch Medien oder Gemeindevertreter erhofft, die uns an diesem Tage besuchen würden, insbesondere wenn wir den Vergleich anderer gleichalter Güssinger Unternehmen heran ziehen, die zum Geburtstag mehr Besucher und/ oder die öffentliche Präsentation genießen durften oder mit Sicherheit genießen werden. Ja wir geben zu, wir nehmen es ein klein wenig persönlich, auch wenn uns bewusst ist, dass das Nicht-Besuchen nur bei wenigen tatsächlich persönlich gemeint ist.

Aber nun gut, auch das ist ein Lernprozess. Man weiß nie, was kommt und muss das beste aus der Situation machen. Somit atmeten wir tief durch, reflektierten den Tag, besprachen Chancen, Schwierigkeiten und Lösungswege, um dann gestärkt in den neuen Tag zu gehen und motiviert ins dritte Unternehmensjahr zu starten. Wir halten nach wie vor an unseren Träumen und Potenzialen fest, arbeiten weiter an Unternehmensverbesserungen und lieben, was wir tun und wo wir leben.